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Gambit
Gambitfinal.jpg
Allgemeines
Hersteller:

Corellian Engineering Corporation

Modell:

YX-1980 Raumtransporter

Bestimmung:

Frachter

modifiziert durch:
Technische Informationen
Höchstgeschw. (Atmosphäre):

1040 km/h

Hyperraumantrieb:

Klasse 2.0

Hyperraumantrieb (Backup):

Klasse 10.0

Schild(e):

vorhanden

Hülle:

vorhanden

weitere Defensivsysteme:

Sensor-Jammer

Bewaffnung:
  • 2 mittlere Zwillingslaser-kanonen
Kapazitäten
Besatzung:
  • 1 Pilot
  • 1 Co-Pilot
Passagiere:

6

Frachtkapazität:

80 Tonnen, wovon:

  • 75 Tonnen in Räumen
  • 5 Tonnen in Verschlägen
Konsumautonomie:

2 Monate

Einheiten
Bodenvehikel:
Bekannte Kommandanten:

Aleo Takoree

Kommandocrew:

zur weiteren Unterstützung:

Admina
RS-Termin:

Dienstags, ab 20:30

RS-Leiter:

Lui

Chatraum:

#Gambit

Auf dem mehrfach modifizierten Raumtransporter vom Typ YX-1980 Gambit verschiffen die Crew von Käpt'n Aleot'akoree und ihre Helfer Passagiere und legale Fracht, aber auch Konterbande, um finanziell über die Runden zu kommen und eines Tages vielleicht den großen Coup zu landen.

Geschäftlich gebunden sind die Schmuggler, zu denen außerdem Erster Maat Abbey Ca'Rett und die an retrograder Amnesie leidende Sklavin Pudme zählen, derzeit an die vermeintlichen Huttenzwillinge Pudonnu und Podunno. Je nach Risikolage eines Jobs erhalten sie bewaffnete Unterstützung von den Söldnern Lelila Endeel und Felg Vorjo.

GeschichteBearbeiten

Die Jahre bis 128 NSYBearbeiten

Weg des geringsten WiderstandsBearbeiten

Jahre bevor Käpt'n Aleot'akoree 121 NSY Abbey Ca'Rett in seine Crew aufnahm, um zumindest sie vor dem Schicksal ihrer Familie zu bewahren und sie vor den Meuchelmördern der Black Sun zu schützen, befand sich der Raumtransporter vom Typ YX-1980 schon im Besitz des Twi'leks und verfrachtete Konterbande. 114 NSY im nicht flugfähigen Zustand auf Nar Shaddaa erworben, beschäftigte sich Takoree über Jahre mit der Überholung. Aleo investierte viel Eigenarbeit in die Installation von Ionenstrahlrudern, Extraschubdüsen und leistungsfähigeren Sublichttriebwerken. Vier Jahre später brach er schließlich mit dem Frachter und seinem zeltronischen Bandfreund Kanoa Cora als Ersten Maat in die südlichen Sektoren des Outer Rim auf, um einen Geschäftskontakt seiner schmuggelnden Eltern, die CaCoop, wiederzubeleben und in ihre Dienste zu treten. Noch vor den besagten Ereignissen auf Trigalis, während dieser Abbey in die Crew aufgenommen wurde, hatte die Gambit im Schattenhafen von Llanic eine Aufrüstung ihrer Antriebstechnik erfahren.

KanoaPortrait.jpg

Kanoa Cora, Erster Maat 118 bis 125 NSY.

Ihren Nutzen bewiesen die Verbesserungen, als die Mannschaft das Einflussgebiet des gefürchteten Unterweltsyndikats im südlichen Outer Rim weit hinter sich ließ, um zwischen den Kernwelten Profite machen zu wollen. Nach etwa vier Jahren war den Schmugglern aber auch in der Region die Luft zu dünn geworden. Die Gesetzeshüter im Zentrum der Galaxis stellten sich um einiges kompetenter als ihre Kollegen in der Peripherie heraus und in vielen Fällen unangenehm unbestechlich. Zuletzt zog sich die Schlinge um die Besatzung der Gambit enger und enger.

Daher wandten sich die kriminellen Frachtschiffer — mit einer Episode bei der im Bothanischen Sektor gelegenen Void Station, auf der auf Abbeys Betreiben der Wechsel zu Zwillingslaserkanonen sowie der Einbau eines Sensorstörers durch die Hände von gesetzlosen Tunern erfolgte — abermals dem Rand zu, wählten aber bewusst den Hutt-Raum und dessen angrenzenden Territorien, um sich ihren Unterhalt zu verdienen. Sie erhofften in den Reihen des Huttenkartells einen ausreichend mächtigen Gönner zu finden, der die Black Sun auf Abstand hielt. In dieser Zeit erlag Kanoa den Versuchungen seiner vergnüglichen Wahlheimat Nar Shaddaa und trennte sich noch 125 NSY von der Crew, worauf Abbey zum Ersten Maat aufstieg.

Einem Tipp von der Void Station folgend, fragten Takoree und Ca'Rett die vermeintlichen Zwillingsgeschwister Pudonnu und Podunno auf dem Planeten Teth nach Arbeit und bewiesen ihnen mit einem längeren Testflug, der eine Rückkehr in den Kern bis Metellos einschloss, ihren Wert als zuverlässige, flinke Schmuggler. In der Konsequenz hatte die Crew der Gambit nicht nur neue Stammkunden, sondern ebenfalls Verbündete gewonnen, die sie seit 127 NSY mit Aufträgen versorgen und zugleich erklärte Feinde des Syndikats sind.

Das Jahr 129 NSYBearbeiten

Die Königin der Sechs WeltenBearbeiten

Nach einigen Fehlschlägen, unter anderem einem geplatzten Geschäft auf Poytta, das infolge eines Schusswechsels obendrein den Droiden CeeDee auf lange Sicht außer Gefecht setzte, hatten die Schleichhändler jedoch zu befürchten, mehr als entbehrlich für ihre wichtigsten Klienten geworden zu sein.

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Ausgangspunkt vieler Frachtflüge der Gambit ist die befestigte Residenz der Huttengeschwister, ein ehemaliges Kloster der B'omarr-Mönche auf Teth.

Mit einem mulmigen Gefühl folgten sie Ende 129 NSY Pudonnus Einbestellung in das mit ihrem Bruder als abgeschiedene Residenz geteilte und zweckentfremdete Bergkloster der B'omarr-Mönche auf Teth. Zu ihrem Glück hatte die Huttin lediglich einen weiteren Job parat, knüpfte an dessen Gelingen allerdings die Hoffnung, sie könnte das zurückliegende Versagen vergessen. Käpt'n Takoree und seinem Ersten Maat trug sie auf, rechtzeitig zum 276. Geburtstag von Podunno ein Rancor-Ei zu liefern. Fündig war die Schwester bei einem Kaufmann namens Aansem in der Stadt Kolonie Zwei auf Ylesia geworden. Bezüglich der Bezahlung hatte man schon eine Einigung erzielt, und die Huttin überließ dem Twi'lek hierfür eine Schmuckschatulle mit offenbar illegalem Inhalt.

Im Unterschied zu vorherigen Aufträgen gab Pudonnu den Schmugglern wehrfähige Unterstützung mit und ließ sich diesen Trupp auch nicht ausreden: den Trandoshaner Krassk und den Dashade Felg Vorjo, beide seit Monaten im Dienst der Zwillinge stehend, und zusätzlich die jüngst angeworbene Söldnerin Lelila Endeel. Sie sollten die Sicherheit des Transports gewährleisten und waren der Geheimhaltung um das Geschenk wegen erst noch in der tethanischen Stadt Peroon aufzulesen.

Die Schmuggler fanden die bewaffnete Verstärkung unmittelbar vor Ausbruch einer Kneipenschlägerei. Endeel hatte die triebgesteuerten Avancen eines Balosars gebremst, was seine schrankbreiten Freunde auf den Plan gerufen hatte. Aus dem resultierenden, mitunter blutigen Gerangel gingen die Söldner zwar als Sieger hervor, doch rechneten Al und Abbey mit unerwünschter Aufmerksamkeit seitens lokaler Polizeikräfte. Bevor diese eintrafen, zog man sich zum Raumhafen zurück, verlud eine bereits vereinbarte Alibifracht und startete den Flug nach Ylesia, ungeachtet des nachtragenden Balosars, der sie dabei beobachtete.

Früh deutete sich an, wie gegensätzlich sich die Natur von Crew und Passagieren verhielt. Auch hierarchische Fragen beschäftigten im Verlauf der Reise. Schwierigkeiten von außen ließen bis kurz nach der Outland Transit Station auf sich warten. Eine Streife der Sector Ranger hielt die Gambit auf, bat sie an die Seite einer Echtraumetappe zu fliegen und kam an Bord. Käpt'n Takoree kooperierte mit Special Enforcement Officer Bekca Kux und der Mannschaft des Patrouillenboots 377 Perfect Ten in deren Anliegen, den Frachter auf eine Lieferung illegaler und höchst gefährlicher Disruptorgewehre zu überprüfen. Die Gesetzeshüter hatten einen anonymen Tipp erhalten, dem zufolge ein Schiff mit Typ und Beschreibung der Gambit die Waffen schmuggeln würde. Fündig wurden die Beamten nicht, und so setzte das Schiff den Flug mit einer Verzögerung fort.

Das zweite Hindernis erwartete die Gambit im Ziugen-System. Der Ursprung eines Notrufs entpuppte sich nicht als hilflos treibendes, verunglücktes Bergbauschiff am Weg des Frachters, sondern als ein von Piraten der Black Sun hochgerüsteter Y-8, dessen Käpt'n Rusty Hook Skrof anscheinend die Beute schon erwartet hatte. Gefangen in den unerwartet mächtigen Fangstrahlen der Goldfever, mussten die Bewohner der Gambit von der Enterung ausgehen, doch leistete ihnen der Zufall Beistand. Die Peacock Prince, befohlen von Käpt'n Scarthroat Tully von den rivalisierenden Bloody Bones, schritt ein und verwickelte die Goldfever vor dem Hintergrund mutmaßlicher, offener Rechnungen in ein Gefecht, währenddessen es Takoree gelang, sein Schiff loszureißen und erfolgreich zu fliehen.

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Dem Black Sun-Raubschiff Goldfever und dessen von dem Rybet Rusty Hook Skrof angeführten Piraten begegnete die Gambit im Ziugen-System das erste, aber nicht einzige Mal.

Angekommen auf Ylesia, war der Auftrag durch einen Umstand gefährdet, den niemand vorhersehen konnte: der Glottalphib Aansem konnte nicht wie vereinbart liefern. Statt des Rancor-Eis, das ihm zufolge Dathomir-Hexen von seiner Bezugsquelle zurückgestohlen hatten, bot er eine in einer Karbonitplatte gefangene Frau als kostenfreien Ersatz an. Sie beschrieb er als Kunstobjekt, betitelt als "Die Königin der Sechs Welten". Takoree ging das Geschäft ein, worauf man den Transport durch Kolonie Zwei vorbereitete. Hierbei galt es zu berücksichtigen, dass Krassk aufgrund seines chronischen Leidens, der sogenannten Schuppenfäule, bereits oft ausgefallen war und Pudonnus Privatsekretär Dram Dronn nach Beschwerden Abbey zur alleinigen Missionschefin benannt hatte — noch vor der Enthüllung auf Ylesia. Die anhaltenden Zwistigkeiten hatten die Doppelspitze aus Takoree und Krassk in Frage gestellt.

Die Lieferfahrt verzichtete nicht auf einen Zwischenfall. Auf der Höhe eines größeren Basars überfiel nämlich eine Swoopgang, die sich Street Clerics nannte, den gemieteten Repulsortruck. Endeel und Vorjo taten, wofür sie angeheuert wurden, und verteidigten, doch entzog sich ihnen die Kontrolle über die Situation spätestens, als verirrte Schüsse eine Herde Reeks durchdrehen ließen. Die ausgelöste Stampede erwischte zwar die Bande, aber einer der Reeks rammte auch das mit der "Königin der Sechs Welten" beladene Fahrzeug um, bevor die wildgewordene Kreatur endgültig unter dem Drehbrassenfeuer von Ordnungskräften des Huttenkartells verschied. Mit ihrem Eintreffen auf einem Skiff zogen sich die Street Clerics endgültig zurück, und Takoree, Endeel und Vorjo bargen das vermeintlich intakte Kunstwerk.

Bis zu dem Zeitpunkt waren die Abenteurer der Gambit schon mehrmals beobachtet worden, angestoßen von einer knappen Begegnung Als mit einer Ryn und einem Defel vor dem Eingang von Aansems Handel. Ein Houk in der Raumhafenbucht der Gambit hatte darauf vorgegeben, auf jemanden zu warten, während er in Wahrheit nur die Aktivitäten beim Schiff im Auge behalten hatte. Die Ryn, den Defel und einen Kameradroiden sichtete man außerdem kurz vor dem Angriff auf dem Basar auf der Terrasse eines Tapcafs. Es konnte keiner ahnen, aber es handelte sich um Besatzungsmitglieder der Bullseye, eines Schwesterschiffs der Gambit mit täuschend ähnlicher Lackierung. Da diese in der weiter zurückliegenden Vergangenheit häufig unter der Transpondermaske als Bullseye geflogen war, war es für die Crew der echten Bullseye zu geschäftlichen Desastern und unverschuldeten Konfrontationen mit der Staatsgewalt gekommen. Die alten Fehlschläge wollte die Mannschaft von Madam G'rachel — so der Name des Ryn-Käpt'ns — vergelten. Ein böser Streich war ihr bereits gelungen, als man die Street Clerics zu dem Überfall angestiftet hatte, doch wollte man nicht die Gelegenheit ungenutzt lassen, einen weiteren Schaden für die noch rätselnden Konkurrenten von der Gambit herbeizuführen. Als Angehörige des Verbrechersyndikats Black Sun waren G'rachel und die Ihren bald darüber im Bilde, wie sie dies bewerkstelligen konnten. Sie nahmen Kontakt mit dem verbündeten Piratenanführer Skrof auf.

Unterdessen entwickelte sich die Situation auf der Gambit auch so zum (vermeintlich) Schlimmeren. Offenbar hatte die Elektronik des Karbonitblocks infolge der Attacke des Reeks einen Defekt erlitten, denn er gab seine Gefangene in einem Laderaum frei, kaum hatte der Frachter ein paar Stunden zwischen sich und Ylesia gebracht. Alarmiert durch Frisbee und Jestarx, wurden die anderen an Bord darauf aufmerksam und sorgten für ihr Überleben. Über Nacht stellte sich heraus, dass die zunächst als Königin angesprochene Unbekannte keine Erinnerungen an ihr Vorleben besaß. Der Umstand reichte soweit, dass der Geist sich auf die Stufe eines Säuglings zurückentwickelt hatte. So war sie anfangs gar nicht in der Lage zu sprechen oder selbstständig zu gehen. Doch machte sie insbesondere dank Als Zuwendung schnell Fortschritte. An dem Twi'lek begann sie bald zu hängen, wie er an ihr.

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Unbeabsichtigter Erlöser der "Königin der Sechs Welten": ein während eines Kampfes mit einer Swoopgang durchgedrehter Reek hatte auf Ylesia die Karbonitplatte so sehr beschädigt, dass Stunden darauf eine elektronische Schaltung versagte und der Auftauprozess initiiert wurde.

Die wachsende Sympathie füreinander veranlasste die anderen ihre Bedenken zu äußern, insbesondere im Hinblick auf die Auslieferung der inzwischen Pudme getauften Fremden an Pudonnu. Sorgen und Vorbehalte wurden fürs Erste gewaltsam verdrängt, als sich auf einer Strecke im Echtraum ausgerechnet die Goldfever der Gambit in den Weg zum fast erreichten Sprungpunkt stellte — in heimlicher wie enger Abstimmung mit der als Syrinx getarnten Bullseye, die sich bis dahin kurz und unscheinbar hinter Käpt'n Takorees Frachter gehalten hatte. Skrofs Piraten tauchten so urplötzlich auf, dass die Gambit gar nicht genügend Abstand schaffen konnte, um den hochgezüchteten Traktorstrahlprojektoren zu entkommen. Während das Schiff in das frühere Segment zur Erzaufbewahrung gezerrt wurde, stellte man sich auf ein Entergefecht ein und beschloss darüber hinaus einen Plan zur Flucht.

Erster Maat Abbey und der Dashade Felg Vorjo sorgten für Ablenkung und hielten stand, wohingegen Al und die Söldnerin Lelila Endeel die vorteilhafte Anordnung der Frachträume und ihrer Luken nutzten, um sich von der Gambit zu schleichen und ungesehen in den Maschinenkontrollraum des ursprünglichen Y-8 Bergbauschiffs einzudringen. Sie sperrten nicht nur den Zugriff auf die Fangstrahler, sondern sabotierten auch die Energieverteilung zwischen den Systemen. Bis zu ihrer Rückkehr hatte Felg — wenn auch versehrt — durchgehalten, doch Abbey im Kampf mit dem Sephi Ezukaal, Skrofs Stellvertreter, den Kürzeren gezogen. Womöglich hätten die Auseinandersetzungen noch einen schlechten Ausgang genommen, hätte Ezukaal die Begegnung mit einer hilflosen, aber ihm vertraut erscheinenden Pudme nicht eigenartigerweise verschreckt, ohne dass einer ihrer Beschützer davon etwas mitbekam. Denn der Sephi floh darauf nicht nur von Bord der Gambit, sondern hielt seine Untergebenen auch davon ab, die Enterung zu forcieren. Takoree und Endeel auf ihrem Weg zum Frachter gesichtet, ahnte er wahrscheinlich deren ausgeführte List und ordnete den Rückzug an, dem sich nur ein tobender Kintan-Schreiter widersetzte. Lelila verarztete den bewusstlosen Vizekapitän, während Felg mit den Schiffskanonen im Dauerfeuer die Hangartore aufschoss und Al daraufhin den von den Scharmützeln innen und außen gezeichneten Frachter durch die gewaltsam geschaffene Öffnung steuerte.

Das an den Maschinenkontrollen angerichtete Chaos verdammte die Goldfever zur vorläufigen Ohnmacht. Die Bullseye war hingegen noch im Stande einzugreifen und verfolgte den typgleichen Transporter. In einer Komverbindung erklärte Madam G'rachel, dass sie nicht der Illusion erläge, den Hassfeind rechtzeitig vor seinem neu berechneten Sprung durch die Lichtmauer abschießen zu können. Sie genoss es, stattdessen ihre Machenschaften und die dazugehörigen Hintergründe zu enthüllen, bevor Käpt'n Takoree das Gespräch einseitig beendete und zur Provokation auf die Maske als Bullseye schaltete. Wenige Sekunden darauf wechselte der Frachter in den Hyperraum und ließ die Gesetzlosen der Black Sun weit hinter sich.

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Ein unverhofftes Wiedersehen ergab sich mit dem freiberuflichen Arzt Doktor Kurn Dolek. Er beschäftigte sich nach seinen begrenzten Möglichkeiten mit Pudmes Gesundheitszustand.

Angekommen auf Teth, berichtete Käpt'n Takoree Pudonnu gemäß ihren Show-Gepflogenheiten und trug verblümt die Misere vor. Ein launischer Ausbruch der Auftraggeberin blieb glücklicherweise aus. Sie interessierte sich durchaus für die geheimnisvolle Herkunft Pudmes, sah sich aber außer Stande, die Frau sofort in ihren Hofstaat als Sklavin aufzunehmen. Inmitten der strapaziösen Vorbereitungen zur abschließenden Geburtstagsfeier ihres Bruder war niemand frei, um die eingeschränkt befähigte Königin anzulernen. Aus dem Grund überließ die Huttin Takoree den Schützling als einfache, CeeDee quasi nachfolgende Hilfskraft, allerdings mit der Frist, ihn im Falle der Genesung zurückzuerhalten. Angesichts der beschädigten Ersatzware handelten alle Seiten die Hälfte der ursprünglich vereinbarten Entlohnung plus Gefahrenzulage aus. Das Restgeld würde fällig, sobald Pudmes Gedächtnis wiederhergestellt worden wäre, unabhängig von den Profiten, die Pudonnu aus ihrer verheißungsvollen Vergangenheit schlagen könnte.

An den für die ausschweifenden Partys engagierten Arzt verwiesen, stellte sich dieser überraschend als Bekannter heraus. Doktor Kurn Dolek hatte in Peroon widerstrebend die von Lelila, Felg und Krassk übel zugerichteten Schläger des Slythmongers Klyde versorgt und wusste daher zu berichten, wie eben dieser nach der Schmach noch einmal erschienen war, um großmäulig den da schon abgeflogenen Söldnern Rache zu schwören. Die hatte er sich von seinen angeblichen Piratenkontakten versprochen, womit halbwegs die erste Falle von Käpt'n Skrof erklärt werden konnte.

Den an Schuppenfäule leidenden Trandoshaner und Endeel untersucht, diagnostizierte Dolek nach Scans und Tests eine retrograde Amnesie bei Pudme, wusste sich bei ihrer Rasse aber nicht zu helfen. Wegen der damit verbundenen Risiken empfahl er auch nicht eine ohnehin teure, medikamentöse Therapie, sondern Geduld — Geduld, Vertrauen in ihre Selbstheilungskräfte und die Konsultation eines Labors mit einem DNA-Desequenzierer oder ähnlichem Gerät. Einschlägig als Genetiker bekannte Völker zählte der Arzt gleich mit auf, bevor er seine Patienten mit Ausnahme von Krassk entließ. Die und ihre Begleitung gingen schon bald dazu über, sich auf das finale Fest im Bergkloster, zu dem sie von Pudonnu wohlwollend eingeladen worden waren, einzustellen.

Die Feier erreichte ihren Höhepunkt, als Podunno offiziell die Geschenke übergeben wurden. Seine Schwester hatte sich zum Trotz der Ausfälle noch ein außergewöhnliches Präsent einfallen lassen: sie versprach ihm ein Team, das das prestigeträchtige Rycar-Rennen, einen berüchtigten Schmugglerwettbewerb, gewinnen konnte.

Das Jahr 130 NSYBearbeiten

Ein Original-Nubian!Bearbeiten

Einige Monate nach dem Abenteuer wurden die Gefährten von einst erneut zusammengeführt, um in die Vorbereitungen auf das Rycar-Rennen eingespannt zu werden. Pudonnu hatte zwar bereits eine vielsprechende Mannschaft aus Biths engagiert, beabsichtigte deren Chancen allerdings noch mit einem hochwertigen Hyperraumantrieb zu verbessern. Den bot ihr der Meistertrickbetrüger Qorot Kan, denn mit einer Delegation von Naboo zur interstellaren Agrarkonferenz auf Far Pando rückte auch der als 0,5 klassifizierte, von Nubianern entwickelte Überlichtantrieb eines J-Typ Sternenskiffs namens Guarlara Two in Reichweite. Die einmal mehr von den Söldnern Lelila Endeel und Felg Vorjo verstärkte Crew der Gambit hatte dem Falleen Kan verschiedene Gegenstände zum Gelingen des Coups, sich den Antrieb anzueignen, zu liefern und darüber hinaus beizustehen.

Angekommen in Gi-Nare, der Stadt, in der die Konferenz stattfand, erfuhren die Bestrebungen früh eine Ernüchterung. Qorot Kan wurde nämlich tot in seinem Herbergenzimmer aufgefunden, offenbar vergiftet von einer in seinen Hals gerammten Haarnadel. Als man verdächtigen Geräuschen auf der Feuertreppe nachgehen wollte, nahm ein Scharfschütze die Besucher unter Beschuss sie. Die mutmaßliche Mörderin Kans und dessen Komplize ließen aus unerfindlichen Gründen von den Leuten der Gambit ab, worauf diese sich sputeten, so schnell und unauffällig wie nur möglich den Tatort zu verlassen.

Guarlara Two.png

Das Objekt der Begierde: die Naboo-Regierungsmaschine Guarlara Two, genauer gesagt ihr Klasse 0,5-Hyperantrieb.

Auf den YX-1980 zurückgekehrt, gewann Dram Dronn die Truppe dafür, den Job auch ohne den Falleen zu erledigen, nicht ohne spürbare Verbesserung der in Aussicht gestellten Entgelts. Die Glücksritter versuchten sich daher einen Reim aus den Kan zugedachten Objekten und den bei ihm gefundenen Habseligkeiten, unter anderem Notizen über drei Angehörige der Naboo-Delegation, zu machen. Auf der Grundlage von all dem versuchte man noch am selben Tag getrennt voneinander in Kontakt mit den ausgewählten Naboo zu treten, um sich einen eigenen Eindruck zu machen. Am Abend entstand schließlich der Plan zum Diebstahl des Hyperantriebs.

Während Aleo Takoree den glücksspielaffinen Handelsminister Dolf Tapalo in ein Sabacc-Spiel in der Kaschemme "Rainbow's End" verwickelte, hatte sich Pudme, verkleidet in einer gelieferten Jedi-Garnitur, mit dessen Assistenten Ptyr Gasc im "Ivory Columns Hotel" verabredet, um ihn abzulenken. Das Date entwickelte sich nicht wie vorgesehen, als sie von Gascs Freundin Gianilla Muendrosi zur Hilfe gerufen wurde, um ein Eifersuchtsdrama zu beenden, in das ausgerechnet Rusty Hook Skrof verwickelt war. Dieser ahnte nicht, wen er vor sich hatte, dafür seine rechte Hand, der Sephi Ezukaal, umso mehr. Trotzdem manipulierte der spitzohrige Pirat seinen Käpt'n und bewegte ihn zum friedlichen Abzug. Pudme floh, im Nachhinein überfordert mit der Situation, eilig auf den heimischen Frachter.

Auf Probleme stießen auch Abbey, Lelila und Felg bei ihrem Anteil am Plan. Zwar konnten sie den Piloten der Guarlara Two Aegan Enkrem, hinter dem sich eigentlich der wegen Entführung gesuchte Corellianer Vilim Nulti verbarg, dazu bringen, ihnen Zugang zum Skiff im selben Hotel zu verschaffen, indem sie ihm androhten, ihn an seinen ebenfalls zur Konferenz anwesenden Schwiegervater Hinerk Bardilles — der ehemalige CorSec-Inspektor trug es Nulti nach, dass dieser aus seiner Sicht seine Tochter Dasha vor über zwei Jahrzehnten verführt und angeblich verschleppt hatte, worauf Vilim sich mit ihr und den später geborenen Kindern schlussendlich auf Naboo versteckten — zu verraten, doch stellte sich heraus, dass der alte Mann Bardilles schon Kenntnis von Nultis Präsenz erlangt hatte. Denn ein auf den seit Dekaden flüchtigen Corellianer angesetzter Top-Killer, ein Seyugi-Derwisch namens Dupliz Ghum, machte den Söldnern fast einen Strich durch die Rechnung. Sie konnten ihn besiegen, doch nutzte Nulti den Moment der Unachtsamkeit, um mit der Guarlara Two zu entkommen, nicht zuletzt da er befürchtete, sein unversöhnlicher Schwiegervater könnte seine Familie auf Naboo finden und sie ihm entreißen. Der Erste Maat versuchte den Piloten aufzuhalten, endete dann aber doch als seine Geisel.

Vilim Nulti.jpg

Der RNSF-Lieutenant Aegan Enkrem wurde als der steckbrieflich gesuchte Corellianer Vilim Nulti entlarvt, bereitete vorübergehend Schwierigkeiten, entpuppte sich aber zwischendurch als nützlich.

Vergleichsweise ruhig verlief der Abend von Takoree bis dahin. Allerdings kam es zu einem angespannten Wortwechsel mit der wahrscheinlichen Mörderin von Qorot Kan, als diese sich zur Sabacc-Runde setzte und aufgrund des von ihr verwendeten Parfüms und einiger eingesetzter Haarnadeln zu erkennen war. Nachdem der Schmuggler zu verstehen gab, kein geschäftliches Interesse mit Minister Tapalo zu verbinden, löste sich der Argwohn der Fremden auf. Sie schien dem Twi'lek nicht gefährlich werden zu wollen. Bald darauf hatte der Käpt'n einen anderen Anlass zur Sorge, nämlich als die Nachricht von Abbeys Entführung eintraf.

Nachdem die vom Kampf mit dem Attentäter gezeichneten Söldner den zu ihrer Überraschung von den Toten auferstandenen Falleen aufgelesen hatten, war man schnell auf der Gambit wieder miteinander vereint, um gemeinsam die Verfolgung der Guarlara Two aufzunehmen. Für den Erfolg sprach, dass Felg und Abbey bereits den Hyperantrieb demontiert hatten, so dass Nulti unmöglich in den nächsten Stunden aus dem Sternensystem fliehen konnte. Den Abenteurern spielte ausgerechnet eine unnatürliche Sensorstörung in die Hände, um den Standort der Guarlara Two auf dem Gelände eines Getreide erntenden Betriebs zu vermuten. Sie stellten Nulti, und Kan übernahm an Stelle des aufgewühlten Twi'leks die Verhandlungen. Indem er dem Corellianer sofortigen Schutz seiner Familie auf Naboo zusprach und Lelila, zu welcher der Entführer am meisten Vertrauen geschlossen hatte, sich gewissermaßen für ihre Partner verbürgte, hatte er ihn. Die Eskalation blieb aus, Abbey kam frei, und die Leute der Gambit brachten Pudonnu nicht nur den verlangten Antrieb, sondern auch das dazugehörige Schiff — inzwischen, weil heiße Ware, umbenannt in Mirror Mirror.

BesatzungslisteBearbeiten

Kapitän[1]: Aleo Takoree
Erster Maat[2]: Abbey Ca'Rett
Smutje[3]: Techniker[4]: Doc[5]:
Crew[6]: Pudme
Droiden[7]: CD-Serie Begleiterdroide CeeDee und HV-7 Ladedroide Frisbee
  1. Der Käpt'n ist bei der Gambit zugleich der Schiffseigner. Ihm obliegen die großen Entscheidungen über das weitere Vorgehen der Crew. Außerdem ist er im Grunde verantwortlich für alles, was nicht explizit an ein anderes Crewmitglied delegiert wurde. Darüber hinaus vermittelt und entscheidet er bei Streitigkeiten innerhalb der Crew oder Unklarheiten hinsichtlich Zuständigkeiten und Rangfolge. Seine Brückenwachen dauern von 12 bis 24 Uhr an.
  2. Der Erste Maat ist in erster Linie die ausführende und kontrollierende Gewalt, welche die Entscheidungen des Käpt'ns durchsetzt. Darüber hinaus gestaltet und bestimmt er die Art und Weise der Umsetzung. Zustand und Sauberkeit der Laderäume liegen in seiner Verantwortung. Die Aufgaben des Zahl- und Proviantmeisters fallen auf der Gambit ebenso in seinen Aufgabenbereich. Von 0 bis 12 Uhr beaufsichtigt der Erste Maat als Co-Pilot das Cockpit.
  3. Der Smutje ist insbesondere für das leibliche Wohl der Crew verantwortlich, sowohl hinsichtlich der Vorratshaltung als auch der Zubereitung. Außerdem kümmert er sich um den Zustand und die Sauberkeit des Decks, abgesehen von den Frachträumen, Quartieren der Crewmitglieder und dem Antriebsbereich.
  4. Der Techniker gewährleistet die Funktionstüchtigkeit der Gambit und die Ersatzteillagerhaltung. Außerdem fallen Zustand und Sauberkeit der Maschinenräume in seine Zuständigkeit.
  5. Der Doc kümmert sich soweit erforderlich um die medizinische Versorgung der Crew und ist dabei auch dafür zuständig, dass das dazu benötigte Material in geeigneter Weise vorrätig ist.
  6. Einfache Crewmitglieder können entsprechend ihrer Fähigkeiten von jedem der vorstehenden Besatzungsmitglieder für verschiedenste Aufgaben eingesetzt werden. Für Zustand und Sauberkeit ihrer jeweils eigenen Quartiere sind sie selbst verantwortlich.
  7. Droiden sind gemäß ihrem Bestimmungszweck und nach den Möglichkeiten ihrer Programmierung zu gebrauchen. Für gewöhnlich ordnen sie sich den empfindsamen Besatzungsmitgliedern unter und halten sich in ihren Ruhephasen im sowohl als Werkstatt als auch als Garage verwendeten Laderaum auf.

VerbündeteBearbeiten

Pudonnus und Podunnos "Familie"Bearbeiten

Pudonnu und PodunnoBearbeiten

Die ungleichen Huttengeschwister aus dem Vosadii kajidic sind seit 127 NSY die wichtigsten Klienten für die Schmuggler der Gambit, wobei der Kontakt im Regelfall über die geschäftstüchtige Pudonnu zustande kommt, während ihr Bruder es vorzieht sich zu vergnügen und zu repräsentieren. Mit Teth als ihre Basis sind sie aktiv im Handeln und Schleusen von Sklaven, berauschenden Gewürzen und mitunter geächteten Waffen. Zum Schutz dieser Einkünfte wie auch zur Beteiligung an legalen Unternehmen machen sie ihren heimlichen Einfluss geltend, beispielsweise über mit Wahlkampfspenden gekaufte Lokalpolitiker oder von ihnen kontrollierte Gewerkschaften, die Druck auf unkooperative Firmenvorstände ausüben.

Aufgrund der Bindung besucht die Gambit häufig die Residenz der vermeintlichen Zwillinge, ein altes Bergkloster des B'omarr-Ordens auf Teth. Die Hutten halten dort einen stattlichen, von Sklaven getragenen Hofstaat, zwei Voxyn-Nachzüchtungen und eine kleine Privatarmee, vorwiegend bestehend aus Klatooinianern. Zu den mehreren Dekurien Wachleute und ihren Waffen bis rauf zu Flugabwehrkanonen kommt mindestens ein Paar Talon I Wolkenflitzer, das von einem zweiten Berg in Sichtweite den Luftraum sichert. Eine Karavelle vom Typ Dartiss-5 dient vornehmlich den planetaren Ausflügen der Hutten wie z.B. Jagden auf heimische Can-Cells.

Qorot KanBearbeiten

Folgt.

WidersacherBearbeiten

Die Schwarze SonneBearbeiten

Die Feindschaft mit dem Unterweltsyndikat Schwarze Sonne begann schon im Jahr 121 NSY, als die Verbrecherorganisation einen Anschlag auf Abbeys engere Familie verübte und ihr Unternehmen CaCoop übernahm. Für die Jahre darauf floh die Gambit in den Kern, weil die Crew in der Region den Einfluss der Schwarzen Sonne noch am geringsten glaubte. Als man sich 125 NSY zum Hutt-Raum und dessen angrenzenden Sektoren orientierte, blieben Konfrontationen zunächst wie erhofft aus. Doch dafür nahmen die Konflikte ab 129 NSY sprunghaft zu. In der Zeit hatte es die Mannschaft gleich mit verschiedenen Führern und Handlangern des Syndikats zu tun.

Bullseye.jpg

Die zur Gambit typgleiche und ähnlich lackierte Bullseye hielt man schon oft für Takorees Schiff, mit allen unangenehmen Konsequenzen für Madam G'rachel und ihre Mannschaft.

Madam G'rachel und die BullseyeBearbeiten

Unwissend bereitete die Besatzung der Gambit jedes Mal der Schwarzen Sonne Schwierigkeiten, sobald sie die Transpondermaske Bullseye verwendete, um unter der Identität zu schmuggeln. Denn Teil des Syndikats ist ein Schwesterschiff der Gambit mit diesem Namen. So ergab es sich, dass der Käpt'n der echten Bullseye, die Ryn G'rachel, Häfen anflog, in denen fälschlicherweise nach ihrem YX-1980 gesucht wurde. Die Verwechslungen vermasselten nicht nur eigene Schleichhandelgeschäfte, sondern bedeuteten auch höchste Lebensgefahr in der Auseinandersetzung mit bewaffneten Zöllnern und Polizeieinheiten. Bevor Madam G'rachel dem ahnungslosen Rivalen Aleo Takoree 129 NSY zufällig auf Ylesia begegnete, hatte sie Hinweise zu ihrem Double gesammelt, so dass sie den Twi'lek fast sofort als den erkannte, der ihr und ihrer Crew so viel Ärger in der Vergangenheit vermacht hatte. In der Folge spielte die Ryn der Besatzung des Doppelgängers mehr als üble Streiche. Sie setzte noch auf Ylesia eine Swoopgang auf Takoree und seine Begleitung an, um darauf in der Nähe des Ziugen-Systems einen Überfall zusammen mit Rusty Hook Skrof und dessen Piratenbande zu koordinieren. Doch beide Situationen bewältigte die Gambit.

In ihren missgünstigen Gefühlen ist Madam G'rachel — eine nach menschlichen Maßstäben attraktive, kurvenreiche Grauhaut mit einer Vorliebe für Faltenröcke und Bandanas auf ihren weißen Dreadlocks — nicht allein. Zur betroffenen Bullseye gehören außerdem ein massiger Houk und ein natürlich tarnfähiger Defel, ferner ein Roving Eye Observationsdroide.

Rusty Hook Skrof und seine PiratenBearbeiten

Der Rybet-Pirat Rusty Hook Skrof und seine Spießgesellen vom hochgerüsteten Y-8 Bergbauschiff Goldfever tragen das Schicksal, bislang von anderen Stellen der Schwarzen Sonne der Gambit auf den Hals gehetzt worden zu sein und stets das Nachsehen gehabt zu haben. Das erste Aufeinandertreffen ergab sich, als der Syndikats-Slythmonger Klyde sie mit Informationen zu einer möglichen Route des Frachters von Teth nach Ylesia versorgte. Im Ziugen-System täuschten die Piraten mit der Goldfever ein verunglücktes Schiff vor, einschließlich Notsignal. Doch kaum war die Gambit in die Falle getappt, brachte Käpt'n Scarthroat Tully von den konkurrierenden Bloody Bones den cholerischen Skrof um die Beute. Während sich die Rivalen bekriegten, riss der Transporter sich von den schwächelnden Fangstrahlen los und floh.

Binnen zwei Tage tat sich allerdings eine neue Gelegenheit auf. Verbündete Schmuggler von der Bullseye ermöglichten den Piraten die Revanche, und dieses Mal sahen sie wie die sicheren Sieger aus, als es ihnen mit einem abgestimmten Manöver gelang, die Gambit in die zum Hangar umfunktionierte Halle zur Erzaufbewahrung zu zwingen. Eine Enterung schien, die unterlassene Kapitulation vorausgesetzt, wie ein Blaumilchrennen. Doch die Raubzügler der Goldfever rechneten nicht mit der Verwegenheit, dass sich ein Teil der vermeintlichen Opfer an Bord schleichen und die Traktorstrahlprojektorenkontrolle im Maschinenraum sabotieren könnte, während die anderen den Entertrupp so lang wie möglich hinhielten. Die Gambit entkam erneut, nachdem ihre Schützlinge das stählerne Gefängnis gewaltsam aufgeschossen und die Piratenmannschaft um sieben Leute — darunter der Harch-Chefingenieur und ein furchterregender Kintan-Schreiter — dezimiert hatten.

Angeführt wird die Bande von Käpt'n Rusty Hook Skrof, dessen einschüchternder Beiname von einer Hakenhandprothese am rechten Arm herrührt. Neben dieser gehören ein schlapper Zweispitz und sein Schoßtier, ein fettleibiger Blarth, der in seiner adipösen Figur dem Herrchen ähnelt, zu den Erkennungsmerkmalen des Oberpiraten. Während der Rybet seine wechselnden Launen ungehemmt auslebt und in der Wut so manches vergisst, behält der disziplinierte Sephi Ezukaal als Erster Maat stets die Übersicht. Der Humanoide mit den feinen Gesichtszügen ist zudem ein gefährlicher Gegner im Duell, gepanzert in einer Vonduun-Krabbenrüstung und einen Elektro-Kampfstab führend. Zu den kompetenteren Besatzungsmitgliedern der Goldfever zählt noch ein Geraner an der Brückenstation für das Management verschiedener Systemoperationen.

Klyde Han'dotoro.jpg

Anfangs schien Klyde Han'dotoro nur ein kleines Ärgernis zu sein, doch bescherte er der Gambit später gewaltige Probleme.

Klyde der SlythmongerBearbeiten

Eigentlich ist der Balosar keine allzu große Nummer in der Schwarzen Sonne, dafür in seinem Ego umso verletzlicher. Als er 129 NSY in einer Spelunke in Peroon nicht bei Lelila Endeel landen konnte, sie ihn aus seiner Sicht demütigte und Felg Vorjo und Krassk kurzen Prozess mit Klydes schrankbreiten Beschützern machten, wollte der Drogenhändler die zugefügte Schmach nicht auf sich sitzen lassen. Da seine übel zugerichteten Freunde vorläufig von der lokalen Polizei einkassiert wurden, bemühte Klyde seine Kontakte im Syndikat, um Rusty Hook Skrof und die Piraten von der Goldfever auf die Gambit zu jagen. Denn in diesem Frachter flogen, wie von ihm beobachtet, seine Peiniger ab. Er sollte später erfahren, dass Skrofs Bande nicht nur einmal an der Gambit scheiterte.

Klyde ist ein Aufschneider, wie er im Buche steht. Der Balosar bildet sich einiges auf seinen Einfluss als mittlerer Krimineller der Schwarzen Sonne ein und glaubt gegenüber Frauen an seinem unwiderstehlichen Charme. Selbst weniger zum Kämpfen geboren, umgibt sich der auf Teth operierende Slythmonger für gewöhnlich mit raubeinigen Schlägern.

Technische DatenBearbeiten

Entsprechend seiner von Aleo gewählten Bestimmung als Schmugglerschiff, und nicht zuletzt infolge von Abbeys Anregungen, hat die Gambit im Laufe ihrer Geschichte einige Verbesserungen erfahren.

Obwohl die Schilde des YX-1980 schon in der Serienausführung außerordentlich stark sind, hat man weitere Maßnahmen umgesetzt, um für die Konfrontation mit Zollbeamten und Piraten noch besser gerüstet zu sein bzw. ihnen zu entgehen. Zusätzliche Ionenstrahlruder verleihen der Gambit eine größere Wendigkeit im Kampf, ein leistungsstärkerer Sublichtantrieb ist vorhanden, gepaart mit Extraschubdüsen für eine auf 1040 km/h maximierte Endgeschwindigkeit in der Atmosphäre. Ein installiertes Jamming-System erschwert die feindliche Zielerfassung durch Raumjäger oder Schiffe mit vergleichbaren Abmessungen.

Um die Strafverfolgung zu behindern, hat die Besatzung für die Gambit drei Transpondermasken angelegt. Sie vermag sich als Ven'chir (Ryl für "Silberner Tod"), Bullseye oder Grinning Liar zu identifizieren, allesamt in Registern des BoSS eingetragene Transporter des selben Modells, so dass den fremden Besatzungen dieser mitunter die Vergehen der Gambit angelastet werden können.

Gambitdeckplan.jpg

Die Orientierung auf der Gambit fällt anhand eines Deckplans leicht.

Der Umstieg auf Doppellaserkanonen, bedient in der Regel vom Copiloten Abbey, erhöht die Feuerkraft des Transporters, ist aber die einzige Optimierung der offensiven Systeme geblieben.

Die mittschiffs gelegenen, überzähligen Passagierkabinen — eine wird von Abbey verwendet, Aleo hat das Crewquartier bei der Brücke bezogen — sind zwar augenscheinlich erhalten geblieben, dienen aber vor allem als Fassade von geheimen Verschlägen für Konterbande. Insgesamt vermögen sie fünf Tonnen zu fassen. Beizeiten werden in den Zimmern die von den Hutt-Geschwistern Pudonnu und Podunno eingesetzten Söldner Krassk, Lelila Endeel und Felg Vorjo beherbergt.

Die gewöhnliche Kapazität beziffert sich aufgrund der Modifikationen nur noch auf 75 Tonnen. Eine Besonderheit dieses Transportertyps ermöglicht das unkomplizierte, Energie wie Zeit sparende Ab- und Beladen über die nach außen angeordneten und zu öffnenden Frachträume. Ihre vorteilhafte Lage wird im mittleren Steuerbordsegment von einem Paar Repulsorrädern, einem Model 67 Shrieker und einem QuickFire Speeder Bike, sowie bereit stehenden Null-G-Raumanzügen genutzt. Im selben Laderaum ist eine kleine Werkstatt samt -bank eingerichtet. Auch der hilfreiche, 129 NSY erworbene HV-7 Ladedroide Frisbee kommt darin in seiner zusammengefalteten Diskusform unter, nebst der ausgeschaltet auf Reparatur wartenden Einheit CeeDee. Das hinzugefügte Frachtauswurfsystem schleudert im Fall einer Auseinandersetzung gefährliche weil zum Beispiel explosive Güter von Bord, kann aber auch dazu gebraucht werden, juristisch belastendes Material im Wissen eines sich nähernden Zollboots mit einem Tastendruck loszuwerden.

Durch eine heckwärtige, zwischen den zwei Triebwerken gelegene Luftschleuse in der Lounge/Küche und die dazugehörige achtern ausfahrbare Verbindungsröhre kann auf ein anderes Schiff übergesetzt werden. Ebenso durch die dortige Bodenabdeckung zugänglich ist die Rettungskapsel der Gambit, ausgelegt für acht Personen. Ihre Lebenserhaltung währt bei dieser Auslastung etwa einen Tag, die verstauten Rationen genügen für eine Woche.

Hinter den KulissenBearbeiten

  • Der Frachtertyp der Gambit stand bereits kurz nach dem im August 2009 beschlossenen Epochenwechsel zur Legacy-Ära fest. Comic-Bilder der artgleichen Grinning Liar sowie einen Deckplan aus dem Legacy Era Campaign Guide färbte die Spielerin Kimi um.
  • Die Gambit begreift sich als Nachfolgerollenspiel zur Buccaneer. Zum einen rekrutiert sich ein Großteil der anfänglichen Spielerschaft aus ehemaligen Buccaneers, zum anderen entwickelte man Beziehungen zwischen alten und neuen Charakteren. Zwar verfolgen die Spieler als Schmuggler und ergänzende Söldner einen anderen Ansatz als die Piraten der Buccaneer, doch ist bewusst nicht ausgeschlossen worden, dass man eines Tages auf die gleichen Abwege kommt.
  • Obwohl schon 2009 Probesitzungen zur Einstimmung auf einige Charaktere stattfanden, startete das Spiel der Gambit erst drei Jahre später, nachdem die Gruppe Buccaneer ihr letztes Abenteuer bestritten hatte. Am 24. September 2012 begann die Kampagne "Die Königin der Sechs Welten".

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