FANDOM


Werft Werft
Logo Die Ungebundenen
Chaai Augul
Chaai augul 1
Beschreibung
Spezies:

Sephi

Geschlecht:

weiblich

Haarfarbe:

strohblond

Augenfarbe:

schwefelgelb (korrumpiert)

Körpergröße:

1,70 m

Besondere Merkmale:
Biografische Daten
Geburtsdatum:

2 NSY

Geburtswelt:

unbekannt, geboren im
Zirkus Horrifikus

Rang:

Champion der Kalakarai

Fraktion(en):
Admina
Spieler:

Lui

Als Angehörige der langlebigen Rasse Sephi erfuhr Chaai Augul, mit bürgerlichem Namen Ezmer, bislang nicht nur über hundert Jahre Geschichte, sondern auch Aufstieg, Fall und Wiedergeburt der Kalakarai. Sie gehörte sowohl dem originalen Orden auf Kalakar VI an sowie sie sich nach dessen Untergang im Yuuzhan Vong-Krieg der von Chaai Vail reformierten Machttradition anschloss.

LebenslaufBearbeiten

Kindheit im Zirkus HorrifikusBearbeiten

Der genaue Geburtsort von Ezmer verhält sich mysteriös wie ungenau, da ihre Eltern sich ihr täglich Brot als Artisten in dem berühmt-berüchtigten Zirkus Horrifikus verdienten und sie wie er von Planet zu Planet wanderten, um die schaulustigen Besucher in Erstaunen zu versetzen. Sie waren Mitglieder eines endlosen Trosses aus Schaustellern, die neben der Hauptattraktion des Zirkus, den monströsen, wilden Tieren und ihren Gladiatorenkämpfen, existierten.

Ein Leben in dieser schillernden Welt der omnipräsenten Wunderlichkeiten und trickreichen Gauklern sahen Ezmers Eltern ebenfalls für sie vor und knüpften somit an die über Generationen vererbte Familientradition an. Sie fingen früh an, die Talente ihrer Tochter zu ermitteln und zu fördern. Die Gelenkigkeit und das vorhandene akrobatische Geschick verblassten jedoch gegenüber ihren präkognitiven und parapsychischen Fähigkeiten, die wie geschaffen für Zaubervorstellungen waren. Fortan erriet sie verdeckte Sabacc-Karten und nannte den Zuschauern aus dem Publikum ohne Vorwissen ihr Geburtsdatum, eingebunden und raffiniert vermarktet von Vater und Mutter.

Verpflichtung zu den KalakaraiBearbeiten

14 NSY zog der Zirkus auf Taris ein, nachdem er zuvor Halt auf der Erholungswelt Pallaxides im selben Sektor gemacht hatte. Der Ruf ihrer vielfältigen Sehenswürdigkeiten eilte den Kleinkunstnomaden voraus, und für eine von ihnen begann sich der für das junge, herrschende Duumvirat eingesetzte Inquisitor Amesis Xadd zu interessieren. Er besuchte einige Shows, bis er von dem Machtpotenzial der Zwölfjährigen Ezmer überzeugt war. Zunächst trat er an ihre Eltern heran, die kleine Sephi ihm für eine dem Imperium dienliche Verwendung zu überlassen, doch weigerten sie sich strikt und unterschrieben hiermit ihr Todesurteil. In einer kurzen Auseinandersetzung war der Inquisitor ihnen das letale Verhängnis, um darauf zu seinem Erstaunen einer fast gleichmütigen Ezmer zu begegnen. Sie trauerte still schniefend um Vater und Mutter, wirkte ansonsten irritierend gefasst. Wie sie ihm erzählte, hätten angebliche Alpträume sie auf diesen Augenblick vorbereitet – empfangene Machtvisionen, über die sie ihre Eltern aber nicht in Kenntnis gesetzt hatte. Schon seit einer Weile hatte sich Ezmer als ihre ausgebeutete Leibeigene empfunden und daher widerstandslos dem eingeflößten Schicksal ergeben. Aus naheliegenden Gründen vermittelte Xadd seine neueste Entdeckung an die Kalakarai zur weiteren Ausbildung, die sie auf dem lebensfeindlichen Mond Kalakar VI antrat.

Die ersten Lehrjahre im NoviziatBearbeiten

Nach Jahren im Rampenlicht und vor bunten Bühnenbildern stellte die harsche Umwelt des Trabanten eine extreme Veränderung dar, die die hellseherische Sephi nicht vorausgeahnt hatte. Nichtsdestotrotz fügte sie sich vorerst in ihre Rolle als gelehrige Novizin. Ihre Stärken und Schwächen offenbarten sich schnell. Im physischen Vergleich lag sie hinter den Neulingen an der Feste von Kalakar VI, doch überflügelte Ezmer sie auf der mentalen Ebene. Sie verfügte über eine außergewöhnliche Empfänglichkeit für die Sicht in die Zukunft und tat sich auch in der Telepathie hervor.

Anstatt den Ausgleich ihrer Fähigkeiten zu suchen, forcierte sie das schiefe Verhältnis zwischen ihnen, indem sie zum Beispiel den lehrenden Telekinetiker Chaai Vigor und Chaai Waw, den Ausbilder im Lichtschwertkampf, mied, aber die Nähe zu dem akademisch veranlagten Chaai Squamant suchte. Ihm affin, nahm Ezmer bald die inoffizielle Position seines Intimus ein und assistierte ihm bei seinem Studium alter Sith-Schriftrollen und -Folianten. Mochte sie auch sein Liebling geworden sein, so lehnte der Sluissi es ab, sie oder einen anderen als seinen persönlichen Adepten anzunehmen und ihr damit den Weg zum Rang eines Champions zu ebnen. Zu sehr liebte er die Übersetzungsarbeiten und alchemistischen Experimente, als dass der Lord Zeit für gezielten Unterricht außerhalb der von ihm gegebenen Kursen erübrigen wollte.

Chaai augul 3

In den Farben der Kalakarai und umgürtet von ihrem verzauberten Oreichalkosmieder: Chaai Augul.

Wie um seinen verdrossenen, ungeduldigen Protegé zu vertrösten, besuchte Squamant mit der Sephi früher und häufiger als mit anderen Jünglingen den Tempel der Dunklen Macht auf Dromund Kaas, um seine verführerischen, finsteren Geheimnisse zu ergründen, die Darth Millennial und seine Anhänger, die Propheten der Dunklen Seite, hinterlassen hatten. Diese Gelegenheit nutzte Ezmer auch dazu, sich in Abstimmung mit dem Archivar ein Bild vom restlichen Planeten zu machen, wenngleich sie es tunlichst unterließ, sich in große Gefahr zu begeben, etwa als sie ein Rudel wilder Tuk'ata ortete. Die Konfrontation mit den Bestien gescheut, umging sie deren gewähltes Revier, ohne es auch nur irgendwie in Frage zu stellen. Abseits von solch vorsichtigen Exkursionen und ihren Diensten als Squamants Gehilfe, erforschte sie den Nexus der Macht in den Tempelmauern, der Ezmers Gaben stärkte und ihr half, ihre Sinne zu verfeinern.

In diesen Jahren bestand ihr Leben aus den unwirtlichen Oberflächen von Kalakar VI und Dromund Kaas sowie dem Kurzstreckentransit im Dromund-System, Taris und andere Leuchttürme der galaktischen Zivilisation blieben ihr hingegen schmerzlich fern. In jener Spanne wuchs die Frustration der Sephi darüber, hingehalten und vernachlässigt zu werden.

Kabale gegen Taleera NightsingerBearbeiten

In fast einer halben Dekade hatte Ezmer die übergeordneten Adepten ins Unermessliche neiden und hassen gelernt, nicht zuletzt da jene ihren Ordensrang und ihre Privilegien, wie die langen Aufenthalte außerhalb des Systems, keineswegs verheimlichten. Zusätzlich erschien Kimiya Carmofregoso in ihren auffällig weißen Designergewändern, erstanden in der exklusiven Oberstadt von Taris, und zügelte nicht ihre Arroganz, so wie Taleera Nightsinger keine Zweifel daran ließ, dass sie sich als Lehrling des geistlichen Oberhaupts, Chaai Tenaca, für den Primus der Studentenschaft hielt. Die Erkenntnis der Sephi reifte in der Zeit, einen von den Adepten ausschalten zu müssen, um dessen Platz einnehmen und höher aufsteigen zu können. So sehr der kühne Gedanke sie umtrieb, es mangelte ihr an der tödlichen Entschlossenheit, das Wagnis eines Mordes einzugehen. Währenddessen quälten sie Visionen einer Zukunft, in der sie als Champion im tarisianischen Kalakarai-Turm residierte und in dessen oberster Kammer an bedeutenden Besprechungen mit den anderen Meistern teilnähme. Statt dass diese Blicke ihr Zuversicht schenkten, verzweifelte und verbitterte Ezmer an der Frage, wie sie die gesehenen Verhältnisse herstellen könnte.

Die Gelegenheit machte aus ihr eine Mörderin. Als Taleera eines Tages im Jahr 19 NSY auf Dromund Kaas eingekehrt war, beobachtete Ezmer, wie die Adeptin unvermittelt den Tempel verließ. Neugierig verfolgte die Sephi zuerst mit den Augen, dann in der Macht die Wege von Nightsinger, um schließlich zu erahnen, dass es sie in das Gebiet verschlug, in dem die Novizin die Tuk'ata entdeckt hatte. Ezmer hatte keine Vorstellung davon, was die von ihr als Hindernis empfundene Frau dort suchte, aber glaubte an die Chance eines Anschlags und nutzte sie. Sie erfühlte nach mehreren Versuchen das Rudel Sith-Hunde und entfachte, gestärkt von dem hiesigen Nexus, ihre Angriffslust und erinnerte sie an ihren Hunger, um sie auf Taleera zu hetzen - mit Erfolg. Die grausamen Bestien rissen die denkwürdig wehrlose Adeptin und verspeisten sie als ihr Mahl.

Fürderhin galt es ein stimmiges Bild zum Tod von Nightsinger zu bieten. Nach dem Ablauf von einigen Tagen meldete Ezmer, dass man Lady Tenacas Schülerin seit geraumer Zeit vermisste. Suchtrupps von Taris trafen ein und verfolgten das Peilsignal in den Armprothesen der Adeptin, um diese kybernetischen Gliedmaßen zwar zu finden, aber außer ihnen lediglich die Überreste eines Kadavers, der fast komplett verschlungen worden war, und Taleeras Elektrokampfstab. Kein Verdacht fiel auf die Sephi, die nun ihren Weg freigeräumt glaubte.

Als Adept von Lady TenacaBearbeiten

Chaai augul 4

Die Spitzohren der Sephi verbergen sich meist unter Lady Auguls Haar.

Ezmer verlor keine Zeit, sich umgehend für die geschaffene Lücke ins Gespräch zu bringen. Sie durfte ihren guten Leumund infolge eines ihrerseits bedrängten Lord Squamant ins Feld führen und auf ihre fünf Jahre als vielversprechender Novize verweisen, und tatsächlich fiel die Wahl von Chaai Tenaca, oder bürgerlich Ascari'da Uruodo, auf sie.

Die junggeweihte Adeptin ließ es nicht an Ehrgeiz und Opportunismus mangeln. Ihr zu Gute kam, dass sie sich in ihren Fähigkeiten der neuen Meisterin teils ähnelte und sie somit einander verwandt waren. Nichtsdestotrotz war Ezmer sich dessen bewusst, dass sie herauszuragen und sich als Kalakarai zu vervollkommnen hatte, wollte sie die angestrebte Stufe zum Titel eines Champions erklimmen. Deswegen stürzte sie sich auf die langwierige Konstruktion von zwei Lichtschwerttonfa und in Übungen zu ihrer geschickten Handhabung. Sie entwickelte einen an die zwei kurzen Klingen angepassten Stil aus der defensiven Kampfform Soresu, konnte aber leidlich nicht verhindern, dass die kombative Auseinandersetzung aus naher Distanz im Vergleich ihre größte Schwäche blieb. Für den Fokus der vorrangig zur Verteidigung gedachten Waffen hatte sie Kristalle synthetisiert anstatt welche aus dem natürlichen geologischen Prozess zu erbeuten.

Ihre wahre Hingabe galt weiterhin den mentalen Aspekten, und Ezmer machte beachtliche Fortschritte auf dem Gebiet. Unter ihrer Lehrerin erwarb sie das Können einer Illusionistin, die sich vor ihren Feinden verbarg, ihnen das Fürchten lehrte oder sie in die Irre führte, lange bevor sie Hand an die Adeptin legen konnten.

Von ihren Vorrechten verstand die Sephi Gebrauch zu machen, als dass sie sich die Einsicht in die von Squamant zu Tage geförderten Geheimnisse der Alchemie herausnahm, nachdem der Sluissi sie in den vorangegangenen Jahren längst nicht in alle erschlossenen Mysterien eingeweiht hatte. Die neuen Erkenntnisse verwertete Ezmer zu ihrem Meisterstück: mit eigenen Kräften fertigte sie aus einem Mieder aus Oreichalkos einen Talisman mit Zaubereffekten an.

Ansonsten genoss Ezmer nicht nur ihre Freiheiten, sie verliebte sich in sie. Nach gefühlten Ewigkeiten der Entbehrungen und Enthaltsamkeit war sie endlich wieder auf Taris und anderen Planeten angekommen, auf deren Luxus sie so bald nicht zu verzichten gedachte. In diesen Monaten keimte die Hybris, nicht lediglich die Berufung in den Kreis der Champions sicher zu glauben, sondern dass sie darüber hinaus zu Höherem bestimmt worden sein könnte. Als Eleve der Ordensführerin besaß Ezmer eine Ausgangsposition, von der sie begann Ansprüche auf das Erbe von Lady Tenaca abzuleiten. Sie sah sich als Aspirantin auf die Leitung des Ordens wie auf die Herrschaft des Duumvirats, von Taris als Hauptwelt ausgehend, gleichermaßen. Derartige Gedankenspiele verbarg die Adeptin wohlweislich vor potenziellen Rivalen und maßregelnden Oberen. Ohnehin fasste sie keinen konkreten Plan, den gewünschten Vorgang zu beschleunigen, durfte sie sich doch darauf verlassen, aufgrund ihrer Art alle Konkurrenten und Hindernisse zu überleben. Ihre größte Sorge galt daher der Wahrung ihrer prestigeträchtigen Stellung nach unten. Sie vermochte nicht auszuschließen, dass es unter den Novizen jemandem mit ähnlicher Niedertracht wie ihrer gäbe.

Zum Champion geweihtBearbeiten

Und sie überlebte. Nach beinahe einem Jahrzehnt war es 23 NSY soweit, dass Ezmer die angestrebte Taufe auf Kalakar VI zu einem Champion durch ihre Meisterin Ascari empfing. Fortan war sie unter ihrem Ordensnamen Chaai Augul bekannt, legte die Leine, so großzügig respektive nachlässig sie ihr auch von Tenaca gegeben worden mag, ab und kostete ausgiebig von den neuen Privilegien. Als ihr persönliches Gefährt akquirierte sie einen TIE Scout in dessen LSA-Version, den sie Pawn taufte, und richtete ihn nach ihren Vorstellungen von Dienstbarkeit und Komfort ein. Obwohl selbst zum Piloten ausgebildet, erfüllte ein Droide der GD16-Serie, God in Anbetracht seines Vertrauens in seine Fähigkeiten genannt, vorwiegend diesen Zweck. In den Folgejahren machte die Sephi Gebrauch von beiden, wann immer eine Reise bevorstand.

Lichtschwerttonfa

Schutz-Shoto, auch Licht-schwerttonfa, dienen Ezmer zur Verteidigung, sind aber für die Illusionistin nicht die Waffen nach Wahl.

Den Meistern zeigte sie nicht offen ihr Gesicht, doch sie behauptete sich in den Beratungen und Ränkespielen zusehends als eine eigenständige Figur. Zum Beispiel ging sie in die politische Opposition zu Chaai Dauntis, indem sie dafür warb, sich nicht länger darauf zu begrenzen, die Macht auf Taris und in seinem Umraum zu festigen und zu sichern, sondern mit Gewalt zu expandieren. Aufgrund jener Motivation sympathisierte sie mit den kriegstreiberischen Absichten der Bewegung namens "Zweites Imperium", die den Bruch des Pellaeon-Gavrisom-Friedensvertrags von 19 NSY herbeiführen wollte. Lady Augul knüpfte über die Gestriggesinnten Kontakte, die bis zu den Nachtschwestern des Clans vom Großen Canyon auf Dathomir im nahen Quelii-Sektor reichten.

Auf Taris trotzte sie währenddessen nicht lautstark Lady Dauntis, sondern sie führte ihre Visionen als imponierende Argumente an. Auf diese Weise verschleierte sie ihre Meinung und manipulierte häufig zu anderen Fragen. Teils handelte es sich um Lügen, teils um günstige Interpretationen erhaltener Eindrücke. Sie war ein Scharlatan geworden.

Kunde einer TotgeglaubtenBearbeiten

Um sich der Zukunft zu öffnen, musste Augul nicht länger erst Kalakar VI oder Dromund Kaas aufsuchen. Der sogenannte Schurkenmond im Taris-System erfüllte aufgrund eines verwandten Nexus den gleichen Zweck. Oft reiste sie zum von Asteroiden bombardierten Trabanten, um im Anschluss mit anleitenden Visionen, ob falschen oder echten, nach Taris zurückzukehren. Einmal empfing die Sephi jedoch das Bild einer möglichen Zukunft, das sie zutiefst beunruhigte. Sie sah den Schemen einer Gestalt, die sich zunehmend zu Taleera Nightsinger, dem Opfer ihrer mörderischen Kabale vor vier Jahren, konturierte, ohne aber äußerlich die alte zu sein. Dessen ungeachtet, spürte Lady Augul ihre unverkennbare Wut und ihre brennende Rachlust. Das Ereignis verschreckte den Champion. Sie konnte es nicht verdrängen. Als erfahrene Hellseherin wusste sie nur zu gut, dass die Macht nie eine künftige Entwicklung enthüllte, die vollkommen unmöglich war.

Chaai Augul handelte. Sie brach mit der Pawn nach Dromund Kaas auf, um sich an den Ort zu begeben, an dem der Suchtrupp die zweifelsfreien Überbleibsel der totgeglaubten Adeptin gefunden hatte. Früh bemerkte sie, dass die hungrigen Tuk'ata von einst abgezogen sein mussten, und die Kalakarai ermittelte ihr neues Revier in einer verborgenen Anlage aus der Zeit der Wahren Sith. Gewachsen in der Macht, ließ sich die Gelehrte dieses Mal nicht von den Sith-Hunden verunsichern. Sie unter Kontrolle haltend, sich gegen sie abschirmend, erforschte der Champion den unterirdischen Komplex und erkannte ihn nach und nach als einen Apparat zur Separation und Speicherung der Essenz eines Seins. Ezmer erinnerte sich, wie unbeholfen sich Taleera den Hunden zur Wehr gesetzt hatte, und kombinierte: nicht Nightsinger, sondern etwas anderes, das in ihre sterbliche Hülle geschlüpft war und sich an sie hätte gewöhnen müssen, war den Tuk'ata damals leichte Beute gewesen. So verblieb eine Frage. Noch intensiver beschäftigte sich Augul mit dem altertümlichen Gerät von den Ausmaßen eines Tempels unter Tage, um schließlich den überlebenden Geist Taleeras zu berühren, so wie er es mit ihrem tat. Mit der Gewissheit, die Gefahr in ihrer Vision ergründet zu haben, verspottete der Champion das Bewusstsein der Entkörperten und brüstete sich mit der Tat, ihren Leib zerstört zu haben.

Ihr Hochmut ließ Chaai Augul aber nicht übersehen, dass Nightsinger eine Bedrohung nicht nur für ihren jetzigen Status darzustellen vermochte, sollte sie eines Tages ihrem Seelenkerker entkommen. Sie musste sich ihrer entledigen. Zwar war es Ezmer unmöglich, das feindliche Bewusstsein noch die mystische Anlage zu terminieren, doch konnte sie die Ankunft eines neuen Wirts erschweren. Die Sephi begann in einer wochenlangen Arbeit mehrere tödliche Fallen zu installieren und verschüttete den Zugang. Keiner sollte lebend so tief in die Gewölbe eindringen können, als dass Taleera eine Chance auf Flucht hätte.

Dem Verlies den Rücken zugewandt, musste Lady Augul auf Taris vom Fall des "Zweiten Imperiums" in einem Angriff seiner Schattenakademie auf das Jedi-Praxeum auf Yavin 4 erfahren. Dessen Untergang hatte sie ebenso wenig vorhergesehen wie den kommenden der Kalakarai.

Endzeit auf TarisBearbeiten

Ähnlich wie die Baran Do-Weisen von Dorin und die präkognitiven Iktotchi nicht die Yuuzhan Vong-Invasion voraussagen konnten, war Ezmers Hellsicht ebenso blind für das Erscheinen der extragalaktischen Eroberer. Das Duumvirat nahm darüber hinaus andere Warnsignale, wie von zuvor überrollten Welten, nicht in gebührender Weise ernst, bis die Yuuzhan Vong 26 NSY überraschend über Vanquo und Taris auftauchten, die stattliche Verteidigung zerpflückten und die Oberfläche verwüsteten. Binnen Tagen war die Herrschaft der Kalakarai zerschlagen, nicht zuletzt da die übermächtigen Feinde insbesondere den Orden und seine Angehörigen ins Visier nahmen.

Chaai augul 5

Die Empfängnis von Visionen der Macht lässt sich schwerlich erzwingen, so auch für die Prophetin Ezmer. Ungesteuerte Eingebungen sind die Regel.

Von den Champions entkamen lediglich Lady Tenaca sowie ihre früheren Schüler Chaai Captiosus und Chaai Augul dem sicheren Tod. Sie waren allerdings nicht zusammen unterwegs. Während Lord Captiosus Vorkehrungen getroffen hatte, zuerst sein Heil in den entfernten, vom Krieg unbetroffenen Pacanth-Weiten, in denen seine Halbschwester Amabire Xadd Kontore der Tarisianischen Handelskompanie hielt, zu suchen und vor dem Angriff abreiste, geriet Meisterin Ascari auf ihrer Flucht in die Gefangenschaft der mit den Yuuzhan Vong kollaborierenden Friedensbrigade und wurde nach Ylesia verschleppt, um in einen Karbonitblock gefroren zu werden.

Ezmer schlug mit der Pawn die Richtung entgegengesetzt zum Vorstoß der Invasoren ein, floh über den Hydianischen Weg weiter in den Äußeren Rand, ließ aber Kalakar VI sowie Dromund Kaas links liegen. Die Sephi bezweifelte, dass beide Welten noch vor den Yuuzhan Vong geheim wären, so dass sie erst hinter den Grenzen des Korporationssektors im sogenannten Wilden Raum Halt machte. Auf dem abgelegenen, unfruchtbaren Planeten Joodrudda ließ sie sich vorläufig nieder und bewohnte einen verwaisten Palast, den die Hutten einst errichtet hatten. Hier, weit weg vom Zentrum der Galaxis, glaubte sie sich vergleichsweise sicher, doch rieb sich ihr Gemüt an dem Gefühl auf, um ihr herausragendes Schicksal als Herrscherin betrogen worden zu sein. Regelmäßig besuchte sie die minderwichtige Agrarwelt Gaurick im Korporationssektor, um sich auf konventionellem Wege Nachrichten von der Entwicklung des Yuuzhan Vong-Krieges zu beschaffen, und brütete über ihr Versagen, die Ankunft der fremden Eindringlinge nicht prophezeit zu haben.

Drei Jahre lang führte sie das Dasein einer Eremitin, hin- und hergerissen von unternehmerischem Groll und den Ängsten, sich mit jeder Aktion selbst zu verraten und aufgespürt zu werden, bis auf Gaurick die erlösende Botschaft eintraf: die Invasoren hatten vor der Galaktischen Föderation der Freien Allianzen, kurz Galaktische Allianz, kapituliert. Der Krieg war beendet.

Von einer besessenen KriegsherrinBearbeiten

Für Chaai Augul begann er erst. Sie hatte sich nicht das Ausmaß der Schäden auf Taris vorstellen können, bis sie ihrer ansichtig wurde. Nicht nur, dass die globale Ordnung auf der Welt, die sie als ihr Eigen begriff, vollkommen zusammengebrochen war, die verstädterten Regionen lagen größtenteils in Trümmern und ersoffen in Überflutungen. Vereinzelt behaupteten sich bildhafte und wortwörtliche Inseln der Zivilisation, doch beschränkte sich deren Kampf nicht nur auf den gegen die kataklystischen Zuständen und die ungezähmte Natur, sondern ebenso gegen auflebende Swoopbanden, sich einnistende Piraten und skrupellose Plünderer der Black Sun unter dem Anstrich der Tarisianischen Handelskompanie.

Zwar vermochte Ezmer Kontakt mit den Überlebenden der Crimson Watch zu knüpfen, doch lehnten diese jegliche Unterordnung oder Zusammenarbeit mit dem Champion ab, nachdem dieser sich nicht am zurückliegenden Widerstandskampf gegen die Yuuzhan Vong beteiligt hatte. An dem Punkt hätte die Sephi aufgeben und Taris den Rücken zukehren können, doch sie tat es nicht.

Fortsetzung folgt.

CharakterBearbeiten

Folgt.

FähigkeitenBearbeiten

Folgt.

Familien und BekannteBearbeiten

Folgt.

Hinter den KulissenBearbeiten

Als primäre Bildquelle dient dem Charakter die Schauspielerin Anna Walton in ihrer Rolle der Elfenprinzessin Nuala aus dem Film "Hellboy 2: Die Goldene Armee". Bedauerlicherweise sind die spitzen Ohren der Figur, die sie mit der elfenähnlichen Star Wars-Rasse Sephi teilt, nie vollständig in dem Streifen zu sehen.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki